Lebenslauf ] Sprachunterricht ][ a bis zett - AlphaBetisierungsZentrum ]
Bambara ]
Mali allgemein ] [Österreichisch-malische Gesellschaft]
Inspiration und Gedanken ] [ Hompages von Freunden ] Home ]

 

 

2003 - 2012 ist die von der UNESCO ausgerufene
Dekade der Alphabetisierung!

Fundierte Basisbildung mit gefestigten Kenntnissen im Lesen, Schreiben und Rechnen wird in Österreich als Land mit bestehender Schulpflicht vorausgesetzt und ist de facto eine wichtige Voraussetzung für Chancengleichheit, Partizipation an demokratischen Entscheidungsprozessen (Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen als mündige/r Bürger/in), Vermeidung von Ausgrenzung, für das Wahrnehmen eigener Interessen, sowie für den Zugang zu (Weiter-)Bildung, Arbeitswelt und Kultur. Sich entwickelnde Informationstechnologien und neue Arbeitsstrukturen stellen sogar noch neue Anforderungen an die schriftsprachliche Kompetenz des/der Einzelnen.

Während einerseits der Analphabetismus in den Entwicklungsländern und seine Rolle als Entwicklunghindernis durchaus bekannt und intensiv thematisiert ist und andererseits das Phänomen des "funktionalen Analphabetismus" (= die Tatsache, das z.B. in Österreich, trotz Pflichtschule, ca. 3% der erwachsenen Bevölkerung Schwierigkeiten haben, Alltagstexte zu lesen, zu verstehen und zu schreiben und/oder rechnerische Operationen des Alltags auszuführen) in vielen westlichen Industriestaaten bereits in den siebziger Jahren als Problem erkannt und darauf mit entsprechenden Maßnahmen reagiert wurde, stellt die Gruppe der MigrantInnen - ganz besonders in Österreich - eine Gruppe dar, auf deren Probleme und Bedürfnisse hinsichtlich möglicherweise notwendiger Alphabetisierungsmaßnahmen bis dato noch nicht speziell eingegangen wurde.

 

"a bis zett" - AlphaBetisierungsZentrum für AfrikanerInnen

In Österreich gibt es heutzutage afrikanische Einwanderer, die keine Gelegenheit zu einer ausreichenden Schulbildung hatten, bevor sie ihre Heimatländer verließen. Einige sind auch überhaupt nicht zur Schule gegangen.
Trotzdem wird von allen MigrantInnen, die sich legal in Österreich aufhalten (sei es, dass ihrem Asylantrag stattgegeben wurde, sei es dass es sich um Familienmitglieder hier ansässiger Menschen handelt), im Rahmen der "Integrationsvereinbarung" möglichst innerhalb von 18 Monaten der erfolgreiche Abschluss eines Deutschkurses gefordert. Wer jemals einen Sprachkurs besucht hat, wird nachvollziehen können, dass dies ohne Lese- und Schreibkenntnisse eine kaum zu bewältigende Aufgabe darstellt. Kommen zu den sprachlichen Schwierigkeiten noch schriftliche, also lesetechnische dazu, so ist es nur schwer zu verhindern, dass KursteilnehmerInnen demotiviert aufgeben.
Lesen und Schreiben ist also eine wichtige Voraussetzung für das institutionalisierte Erlernen der Landessprache, andererseits aber auch mindestens ebenso wichtig und unentbehrlich für die Bewältigung der Anforderungen des Alltagslebens, ganz besonders in Europa, wie es die entsprechenden Sprachkenntnisse sind.

Deshalb bietet das "a bis zett" Kurse für afrikanische Einwanderer aller Nationalitäten (englisch- und französischsprachig) an, die die Lesen und Schreiben erlernen wollen und erleichtert ihnen damit die Bewältigung aller Bereiche des täglichen Lebens.
Die Kurse werden in der gewünschten Sprache (englisch, französisch, deutsch) abgehalten, um den TeilnehmerInnen zu ermöglichen, diese neuen Fähigkeiten zuerst in jener Sprache zu beginnen, in der sie sich bereits sicher fühlen.
Nachdem sie Grundkenntnisse erworben haben, können auch jene, die mit englisch oder französisch begonnen haben, zusätzlich lernen, ihre Kenntnisse auf die deutsche Sprache anzuwenden.

Im Anschluss an das Erlernen von Buchstaben, Lauten und Wörtern und das Lesen und Schreiben von kleinen Texten auf Deutsch kann ein Aufbaukurs besucht werden, in dem daran gearbeitet wird, zentrale Informationen aus schwierigen Texten zu erschließen und Texte des täglichen Lebens zu nutzen bzw. selbst zu erstellen (Briefe, Bewerbungen, Ausfüllen von Formularen, Orientierung am Stadtplan, Zeitungsinserate für Arbeits- und Wohnungssuche, Benutzung von Wörterbüchern usw.). In diesem Stadium wird besonders auf die persönlichen Bedürfnisse der KursteilnehmerInnen eingegangen. Neben der Verfestigung der Lese- und Schreibkenntnisse, Grundlagen der Orthografie, Verbesserung der Deutschkenntnisse, werden hier auch Tipps für das eigenständige Weiterarbeiten gegeben, Lernstrategien und grundlegende Computerkenntnisse vermittelt.

 

Lebenslauf ] Sprachunterricht ][ a bis zett - AlphaBetisierungsZentrum ]
Bambara ]
Mali allgemein ] [Österreichisch-malische Gesellschaft]
Inspiration und Gedanken ] [ Hompages von Freunden ] Home ]